Menschen, keine ZahlenStiftung der Familie Popiela „Centrum“

Menschen,
keine Zahlen

Namentliches Gedenken an die jüdischen Opfer des Holocaust in Kleinpolen. Sieben Orte, Tausende zurückgegebene Namen.

17.628 Alle Namen ansehen

Denn jeder Mensch hatte einen Namen

Die Stiftung der Familie Popiela „Centrum“ wurde 2018 auf Initiative von Dariusz Popiela gegründet. Ihr wichtigstes Ziel ist das namentliche Gedenken an die Opfer des Holocaust und die Erinnerung an die nationalen, ethnischen und religiösen Minderheiten, die in Polen lebten und leben.

Wir suchen Massengräber, pflegen Friedhöfe und errichten Denkmäler, auf denen die Namen aller Ermordeten stehen.

Über die Stiftung

אֶרֶץ אַל־תְּכַסִּי דָמִי

„Ach Erde, bedecke mein Blut nicht, und mein Schreien finde keine Ruhestatt!“

Hiob 16,18. Inschrift auf dem Denkmal in Krościenko nad Dunajcem.
Denkmal mit den Namen von 256 Opfern auf dem jüdischen Friedhof in Krościenko nad Dunajcem
Das Denkmal in Krościenko nad Dunajcem. Foto: Jacek Taran

Film von der Enthüllung des Denkmals

Grybów, 3. November 2019. Filme von den Gedenkorten

Nowy Sącz

Nowy Sącz

11.966 Namen

Das größte Gedenken in der Geschichte des Projekts, eröffnet am 28. August 2022.

Der Gedenkplatz für die Opfer des Holocaust in Nowy Sącz: 11.966 Namen. Nowy Sącz gehört nun zu den Städten mit namentlichem Gedenken, wie Amsterdam, Wien und Paris.

Orte der Erinnerung

Die Projekte der Stiftung, von Krościenko 2018 bis Nowy Sącz 2022. Wählen Sie einen Punkt auf der Karte oder einen Ort aus der Liste.

Die Arbeit geht weiter

Seit 2018 erhält ein Ort nach dem anderen die Namen seiner Bewohner zurück. Jedes weitere Gedenken entsteht dank Spenderinnen und Spendern.

Weitere Namen warten auf ihren Stein.Gemeinsam erinnern

Wie wir arbeiten

Jedes Gedenken geht denselben Weg: vom Archiv bis zur Verlesung der Namen am Denkmal.

  1. 01

    Forschung

    Recherchen in Archiven und Beratung durch Fachleute. Arbeiten auf Friedhöfen führen wir nach der Halacha und unter Aufsicht der Rabbinischen Kommission für Friedhöfe durch.

  2. 02

    Hüter der Erinnerung

    Wir beginnen bei den Menschen, die sich seit Jahren um die Erinnerung an ihre jüdischen Nachbarn kümmern. Das Projekt entsteht gemeinsam mit ihnen.

  3. 03

    Suche

    Die Opferlisten entstehen nach jahrelanger Suche, dank des Engagements der Hüterinnen und Hüter der Erinnerung und unserer Erfahrung. Wir recherchieren in allen Archiven, die mit dem Holocaust verbunden sind, unter anderem in Israel, den USA, Deutschland und Polen. Massengräber auf den Friedhöfen finden wir gemeinsam mit der Rabbinischen Kommission.

  4. 04

    Bildung

    Wir veröffentlichen Lebensgeschichten, treffen Schülerinnen und Schüler und stellen Informationstafeln an den Denkmälern auf. Wir organisieren Schulfahrten zu Gedenkorten.

  5. 05

    Die Gedenkfeier

    Die Enthüllung eines Denkmals ist ein symbolisches Begräbnis der Opfer. Wir verlesen immer alle Namen.

  6. 06

    Bewusstsein schaffen

    Fahnen, Plakate, Lichtinstallationen und Wandbilder. Während eines Projekts kehrt die Erinnerung in den Stadtraum zurück.

Wer uns unterstützt

Fundacja Ledor Wador

Fundacja Ledor Wador

Strategischer Partner. Hauptsponsor des Projekts.

Wir arbeiten seit 2022 zusammen.

In den Jahren 2018–2021 wurde das Projekt durch Zuschüsse und Unterstützung folgender Organisationen gefördert

  • Konsulat Generalny Republiki Federalnej Niemiec w Krakowie
  • Fundacja Rodziny Nissenbaumów
  • Stowarzyszenie Żydowski Instytut Historyczny w Polsce
  • Fundacja Forum Dialogu

In Zusammenarbeit mit

  • Sądecki Sztetl
  • Fundacja Zapomniane
  • Fundacja Pamięć Treblinki
  • Komisja Rabiniczna ds. Cmentarzy