Führer zum Gedenkort

Grybów

Menschen, keine Zahlen
Stiftung der Familie Popiela „Centrum“

Am 20. August 1942 lösten die deutschen Besatzer das Ghetto in Grybów auf, in dem etwa 2000 Menschen zusammengepfercht waren. Am 3. November 2019, nach 77 Jahren, wurde an 1774 Opfer mit ihrem Namen erinnert.

Kurze Geschichte

Am 20. August 1942 ereignete sich die größte Tragödie in der Geschichte der Gegend um Grybów. Im Rahmen der Aktion Reinhardt begannen die deutschen Besatzer mit der Auflösung des Ghettos. Dort waren etwa 2000 Menschen zusammengepfercht: Juden aus Grybów, Vertriebene aus umliegenden Dörfern und aus Kurorten wie Krynica-Zdrój und Muszyna.

360 Menschen wurden im nahen Dorf Biała Niżna erschossen. Die übrigen wurden zu Fuß nach Nowy Sącz getrieben und dann mit der Bahn in das Vernichtungslager Bełżec gebracht, wo sie in den Gaskammern ermordet wurden.

Verhalten auf einem jüdischen Friedhof

  • Männer bedecken den Kopf.
  • Gehen Sie nur auf den Wegen und treten Sie nicht auf Gräber.
  • Berühren oder verrücken Sie keine Mazewot (Grabsteine).
  • Statt Blumen legt man nach jüdischem Brauch einen kleinen Stein auf die Mazewa.
  • Auf dem Friedhof wird nicht gegessen und nicht getrunken.
  • Am Schabbat (von Freitagabend bis Samstagabend) und an jüdischen Feiertagen besucht man keine Friedhöfe.
  • Nach dem Verlassen des Friedhofs wäscht man sich traditionell die Hände.